Die Ratings und Weltranglistenpositionen in diesem Artikel stammen aus der Zeit vor unserem Ranking-Update vom 25. Oktober 2026. Aktuelle Werte finden sich auf der jeweiligen Vereinsseite.
Die kurze AntwortDie Eliteserien ist deutlich schwächer als die Premier League. In The Beaumont Index liegt der Medianklub der Eliteserien bei einem Rating von 1255, während der Medianklub der Premier League auf 1597 kommt. Doch das Gefälle ist ungleichmäßig: Bodø/Glimt stünde mit einem Wert von 1566 in England etwa auf Rang 18., wohingegen die meisten norwegischen Vereine schwächer eingestuft werden als jeder einzelne Premier-League-Klub.
Die Antwort in einem Satz
Die Premier League ist in der Breite ungleich stärker, doch Norwegens Topklub hat echtes Premier-League-Format – und die Schere öffnet sich erst jenseits der ersten beiden Plätze drastisch.
Wie wir es messen
The Beaumont Index führt alle Klubs auf einer gemeinsamen Skala, bereinigt um die jeweilige Ligastärke. Genau diese Bereinigung ist der entscheidende Punkt: Wer in einer schwächeren Liga Woche für Woche gewinnt, erhält nicht automatisch ein Top-Rating – entscheidend ist die Qualität der besiegten Gegner. Das Rating basiert auf einer Elo-ähnlichen Skala, bei der ein Abstand von rund 180 Punkten in etwa einem Tor Unterschied pro Spiel entspricht.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick
- Median-Klub: Premier League 1597, Eliteserien 1255. Diese Differenz von rund 340 Punkten entspricht im Schnitt knapp zwei Toren pro Spiel zwischen zwei durchschnittlichen Teams.
- Bester Klub: Arsenal, 1780. Bodø/Glimt, 1566.
- Schwächster Klub: In der Premier League 1438. In der Eliteserien 1149.
- Schnittmenge: Zwei norwegische Klubs schneiden besser ab als das schwächste Team der Premier League: Bodø/Glimt und Viking.
Was 340 Punkte auf dem Platz bedeuten
Auf unserer Skala entsprechen 180 Punkte ungefähr einem Tor pro Spiel. Ein Abstand von rund 340 Punkten zwischen den Median-Klubs bedeutet also, dass ein durchschnittlicher Premier-League-Klub gegen einen durchschnittlichen Eliteserien-Klub auf neutralem Platz über eine längere Serie mit fast zwei Toren Unterschied gewinnen dürfte. Das ist eine erhebliche Kluft – größer als der Abstand zwischen den Medianwerten der Premier League und der Championship, der bei rund 286 Punkten liegt.
Könnte Bodø/Glimt in der Premier League die Klasse halten?
Rein nach Rating: wahrscheinlich. Siebzehn Klubs der Premier League sind höher eingestuft, was Platz 18. entspräche – Abstiegskampf, aber machbar. Viking mit einem Rating von 1441 stünde auf Rang 20., knapp vor einem Premier-League-Verein. Dahinter folgt ein steiler Absturz: Norwegens drittbestes Team, Molde, kommt auf ein Rating von 1348. Das liegt unter jedem Premier-League-Klub und auf dem Niveau des Mittelfelds der Championship.
Warum man Punkte über Ligagrenzen hinweg nicht vergleichen kann
Ein häufiger Fehler ist der direkte Vergleich von Ligatabellen. Die Leistungen von Bodø/Glimt in unserem Erfassungszeitraum entsprachen etwa 2,49 Punkten pro Spiel – mehr als Arsenals 1,96. Das macht Glimt jedoch keineswegs besser als Arsenal. Expected Points messen, wie ein Team gegen seine tatsächlichen Gegner performt – und Glimt spielt Woche für Woche gegen Eliteserien-Konkurrenz. Das Gleiche gilt an der Spitze jeder Liga: Bayern München liegt bei 2,74, der FC Barcelona bei 2,63, Middlesbrough bei 2,29. Erst ein einheitliches, ligastärke-bereinigtes Rating macht einen solchen Vergleich überhaupt möglich.
Eine extrem kopflastige Liga
Die Eliteserien ist extrem kopflastig. Zwischen dem besten und dem drittbesten Verein liegen 207 Rating-Punkte – mehr als ein Tor pro Spiel. In der Premier League beträgt diese Lücke lediglich 77 Punkte, in der Championship 86. Glimt hat 114 Punkte Vorsprung auf Viking, und Viking wiederum 93 Punkte auf Molde. In keiner unserer anderen Ligen ist der Abstand zwischen Rang eins und drei derart gewaltig. Das erklärt auch das Titelrennen: Glimt und Viking lagen in unserem Betrachtungszeitraum mit je 2,43 Punkten pro Spiel gleichauf. Doch Viking war das glücklichste Team aller erfassten Ligen und holte rund zehn Punkte mehr, als ihre Leistungen hergaben – während Glimt etwa einen Punkt unter den eigenen Leistungsdaten blieb.
In welcher Gesellschaft sich Glimt bewegen würde
Dem Rating nach würde sich Glimt zwischen Tottenham Hotspur (1566) und Coventry City (1538) einreihen. Ein Blick auf die tatsächliche Performance dieser Klubs lohnt sich: Bis zum 18. Oktober erspielten sich die Spurs Chancen im Wert von rund 1,3 Toren pro Spiel bei etwa 1,7 Gegentoren. Coventry kreierte rund 1,1 und kassierte etwa 1,8. Hull City, das am niedrigsten bewertete Premier-League-Team, kam auf rund 1,1 erarbeitete und 1,75 zugelassene Tore pro Partie. Genau in dieser Gesellschaft stünde Glimt: Teams, die defensiv mehr zulassen als sie offensiv kreieren und ständig den Blick nach unten richten müssen. Ein zäher Abstiegskampf, kein Spaziergang.
Die Leistungen von Bodø/Glimt in unserem Erfassungszeitraum entsprachen etwa 2,49 Punkten pro Spiel – ein höherer Wert als die 1,96 von Arsenal.
Wo Norwegens Traditionsklubs stehen
Brann mit einem Rating von 1339 und Rosenborg mit 1329 bewegen sich nahe an Molde und nahe am Median der Championship. Beide wären nach ihrem Rating in Englands zweiter Liga konkurrenzfähig, an die Premier League käme keiner heran. Dahinter bricht das Niveau weiter ein – bis hinunter zu Kristiansund mit 1149 Punkten, dem am niedrigsten bewerteten Klub aller unserer acht Ligen.
Norwegens Platz im europäischen Ligenvergleich
Hier sind die Median-Ratings aller acht Ligen zum Start: Premier League ca. 1621, Ligue 1 ca. 1467, LaLiga 1465, Bundesliga ca. 1437, Serie A ca. 1426, Championship ca. 1335, Eredivisie 1293 und Eliteserien ca. 1253. Unter unseren acht Startligen weist die Eliteserien das niedrigste Median-Rating auf, knapp hinter der Eredivisie (1293) und der Championship (ca. 1335). Gleichzeitig besitzt sie die größte Spannweite: 406 Punkte vom ersten bis zum letzten Platz (gegenüber 217 in der Championship), weil Bodø/Glimt und Viking dem Rest derart enteilt sind. Mit anderen Worten: Es ist eine Liga mit zwei Teams von deutlich höherem Niveau und einem breiten Mittelfeld. Bodø/Glimts Rating von 1555 liegt sogar über dem des Spitzenreiters der Eredivisie (1485), obwohl die Eredivisie im Median die stärkere Liga ist.
Eliteserien vs. Championship
Das ist der Vergleich, der viele überrascht. Im Median ist die Championship stärker – rund 1339 gegenüber 1255 Punkten. Doch Bodø/Glimt steht mit einem Rating von 1555 über jedem einzelnen Championship-Klub, einschließlich West Ham United (1507). Viking läge mit 1441 Punkten etwa auf Rang drei, knapp hinter West Ham und Middlesbrough. Dahinter überlappen sich beide Ligen massiv: Molde, Brann und Rosenborg wären vom Rating her allesamt solides Championship-Mittelfeld, während die untere Hälfte der Eliteserien schwächer einzustufen ist als jeder englische Zweitligist.
Glimt im europäischen Vergleich
Mit einem Rating von 1566 liegt Bodø/Glimt auf unserer Skala vor Klubs wie Real Betis (1532), der AS Monaco (1507) oder Athletic Bilbao (1504). Viking rangiert auf Platz 84. in direkter Nachbarschaft zum FC Bologna (75.) und Venezia (96.). Auf dieser Skala gehört Norwegens Spitzenklub also leistungsmäßig in dieselbe Kategorie wie gehobene Teams aus Spanien und Frankreich – obwohl die Liga in unserem weltweiten Ligen-Ranking insgesamt nur Rang 22. belegt.
Warum das von Bedeutung ist
Für Fans macht genau das Norwegens Titelrennen so faszinierend: Zwei europäische Top-Teams trennt praktisch nur ein einziges Tor in der Tordifferenz. Für Scouts und Analysten verdeutlicht es, warum ein Leistungsträger bei Bodø/Glimt auf einem spürbar höheren Niveau agiert, als es der Ruf der Liga vermuten lässt – während ein Topspieler anderswo in Norwegen womöglich eher auf dem Level der englischen zweiten Liga anzusiedeln ist.
So liest man diese Zahlen
Drei Faustregeln: Erstens: Vergleichen Sie Klubs, nicht Ligen, wenn es um ein konkretes Team geht. Der Ligamedian beschreibt den durchschnittlichen Gegner, nicht Bodø/Glimt. Zweitens: Achten Sie auf die Skala. Eine Differenz von 100 Punkten entspricht etwas mehr als einem halben Tor pro Spiel – spürbar, aber an einem guten Tag jederzeit schlagbar. Ein Abstand von 340 Punkten ist das nicht. Drittens: Immer auch den Trend beachten, nicht nur den reinen Wert. Bodø/Glimt, Molde und Rosenborg zeigen in dieser Periode eine klare Aufwärtstendenz; Lillestrøm, Fredrikstad und einige andere fallen dagegen ab. Ein Rating ist stets eine Momentaufnahme einer dynamischen Entwicklung.
Einschränkungen
Jedes Rating birgt Unsicherheiten. Hinter Bodø/Glimt rückt das Feld extrem eng zusammen: Viking steht bei 1442, Brann bei 1348, Molde bei 1346 und Rosenborg bei 1342 Punkten. Kleinste Formschwankungen können das norwegische Mittelfeld also schnell durcheinanderwirbeln. Aus diesem Grund stützen wir uns beim Vergleich zwischen dem norwegischen und dem englischen Tabellenmittelfeld auf die konkreten Ratings und nicht auf bloße Platzierungen. Diese Auswertung basiert auf Ergebnissen bis zum 25. Oktober 2026 und wird wöchentlich aktualisiert.
FAQ
Ist die Eliteserien stärker als die Championship?
Gemessen am medianen Klub-Rating nicht: 1255 gegenüber 1339. Bodø/Glimt schneidet jedoch besser ab als jeder Championship-Klub, und Viking läge etwa auf Rang drei.
Ist die Eliteserien stärker als die Eredivisie?
Nach dem medianen Klub-Rating etwas schwächer (1255 zu 1294), aber Bodø/Glimt wird höher eingestuft als jeder Klub aus der Eredivisie.
Könnte Bodø/Glimt in der Premier League die Klasse halten?
Reintabellarisch nach Rating lägen sie um Platz 18. herum – 17 Premier-League-Klubs werden stärker bewertet.
Wie viele Eliteserien-Klubs lägen im Rating vor einem Premier-League-Klub?
Zwei: Bodø/Glimt und Viking rangieren über dem schwächsten Premier-League-Klub.